GLOSSAR
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ADSL (Asymmetric Digital Subscriber Line)
Ein Modulationsverfahren zur Übertragung von Daten auf der analogen zweiadrigen Kupferleitung, die bisher nur als einfache Telefonleitung zur Anbindung des analogen Telefons diente. Dieses Verfahren wurde speziell auf die Bedürfnisse der Internetnutzung angepasst, bei dem für die Abfrage lediglich eine kleine Datenmenge (Abfragekommando) bei geringer Geschwindigkeit (upload) erforderlich ist, während für die Antwort ein große Datenmenge (Dateien) bei hoher Geschwindigkeit (download) übertragen werden muss.
Backbone ("Rückgrat")
Der Teil eines Netzwerkes, der verschiedene Leistungskomponenten sowie Teilnetze eines großen Netzwerkes miteinander verbindet. Da Backbones die Hauptdatenlast tragen, sind sie meist mit großer Bandbreite aufgebaut.
Bandbreite
Bezeichnet die Übertragungskapazität einer Sprach- oder Datenverbindung, d.h. das Volumen und die Schnelligkeit der Übertragung. Die Angabe erfolgt daher in bit/s. Je größer die Bandbreite, desto mehr Informationen können pro Zeiteinheit übertragen werden.
BITKOM
Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.; Vertreter von ca.1.000 Unternehmen der ITK-Branche mit mehr als EUR 120 Mrd. Umsatz und ca. 700.000 Beschäftigten repräsentieren fast 90% des Marktes. Dazu gehören insbesondere Gerätehersteller und Anbieter von Software, Telekommunikationsdiensten und Content.
BOS-Funk (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben)
Gesonderte Mobilfunkanlagen für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, wie z. B. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste. Diese Mobilfunkanlagen sind wegen der erhöhten Anforderungen an die Sicherheit und der Erreichbarkeit der Sicherheitskräfte insbesondere in den Bereichen Tunnel, Garagen etc. auszubauen.
Bot-Net
Das Einnisten fremder Software in ein Computersystem, die dann einen anderen Prozess oder Auftrag auf diesem Computer ablaufen lässt und ihn so in das sog. Bot-Net mit einbezieht, das wiederum z. Bsp. Spam-Mails weltweit verteilt.
Dämpfung
Faktor, um den die Signalleistung am Kabelende im Vergleich zum Kabelanfang abgenommen hat.
DSL (Digital Subscriber Line)
Allgemeine Beschreibung für den Hochgeschwindigkeitszugang auf Basis der Zweidrahtkupferleitung (Telefonleitung) zum Endkunden (siehe auch „Letzte Meile“). Verschiedene Varianten im Übertragungsverfahren werden auch ADSL, SDSL, VDSL etc. genannt.
EM-RJ
Neue Steckergeneration der euromicron für Glasfasersteckverbindungen, die vollständig kompatibel zu dem RJ-45-Stecker für Kupfersteckverbindungen ist. Der EM-RJ ist als Duplex-Stecker für Glasfaser und Polymerfaser (POF) verwendbar, gleichzeitig können über die Standard RJ-45-Kupfersteckverbindungen Daten bis zu Kategorie 6 übertragen, Stromversorgung (z.B. Power-over-Ethernet) realisiert und Kodierungen festgelegt werden. Damit ist der EM-RJ für verschiedenste Anwendungen einsetzbar.
Ethernet
Medienunabhängiger Übertragungs-Protokoll-Standard (IEEE 802.3) in der paketvermittelten Datenübertragung. Er bezeichnet ein Protokoll zur Koordination des gleichzeitigen Zugriffs auf ein Übertragungsmedium durch verschiedene Nutzer. Der Begriff Ethernet steht sowohl für die Art der Verkabelung als auch für die Übertragungsverfahren bzw. Übertragungsrahmen. Ethernet kann mit 10 Megabit/s (Ethernet), 100 bis 1.000 MBit/s (Fast Ethernet) und neuerdings auch mit10.000 Megabit/s (=10 Gigabit/s) (Gigabit Ethernet) betrieben werden. Die derzeit maximale Geschwindigkeit wird mit 10GE (10 Gigabit Ethernet) erreicht. Die 10 GBit/s schnelle Ethernet-Variante 10GE (IEEE 802.3ae) ist seit 2002 normiert und der erste Ethernet-Standard, der bisher ausschließlich Lichtwellenleiter-Übertragung vorsah. Inzwischen sind diese Geschwindigkeiten auch mit Kupferkabeln erreicht worden.
Firewall ("Feuerschutzwand")
Durch eine spezielle aktive Netzwerkkomponente aufgebaute „Schutzwand“ zwischen dem weltweiten und allgemein zugänglichen Internet und einem daran angeschlossenen Endgerät wie PC, Router, Switch etc. oder dem dahinter angebundenen lokalen Netzwerk (LAN). Eine Firewall wird so konfiguriert, dass Informationen nur von passwortgeschützten, zugelassenen Nutzern von „innen“ nach „außen“ ins Internet dringen, aber nicht umgekehrt. Eine Firewall funktioniert also analog zu einem gesteuerten Ventil.
FTTC (Fiber-to-the-Curb)
„Glasfaser bis zum Bordstein“, also die Glasfaserverbindung von den Ortsvermittlungsstellen der Carrier zu den Straßenkreuzungen, von denen dann die Gebäudeverkabelung („Letzte Meile“) abgeht. Derzeit wird dieser Ausbau durch die Deutsche Telekom für die Vermarktung der Triple-Play-Anwendungen in den 10 größten deutschen Städten stark vorangetrieben.
FTTD (Fiber-to-the-Desk)
Endgeräteverkabelung in Glasfasertechnik, bei der das Endsystem auf dem Schreibtisch direkt an ein optisches Datennetz angeschlossen wird. Die optisch-elektrische Wandlung der Signale wird erst im Endsystem selbst vorgenommen.
FTTH (Fiber-to-the-Home)
Außenverkabelung in Glasfasertechnik, bei der statt Kupferleitungen Glasfaserverbindungen zwischen dem optischen Weitverkehrsnetz und der Gebäudeverkabelungen hergestellt werden.
FTTO (Fiber-to-the-Office)
Gebäude-Innenverkabelung, bei der eine Lichtwellenleiter-Verbindung bis in den Kabelkanal in unmittelbarer Nähe des Büros bzw. des Arbeitsplatzes geführt wird. In der Regel wird ein Mini-Installations-Switch im Kabelkanal platziert, hier wird die optisch-elektrische Wandlung vorgenommen und die Endsysteme werden mit preiswerten Kupfer-Patchkabeln angeschlossen.
Gerontotechnik (Leben im Alter)
Technik, die es dem älteren Menschen ermöglicht, in seiner vertrauten Umgebung in eigener Verantwortung und aus eigener Kraft zu leben. Dazu gehört jedes Gerät, jede Vorrichtung oder Technologie für das Alltagsmanagement oder die Betreuung und Pflege von alten Menschen, insbesondere im Kommunikations- und Sicherheitsbereich, aber auch in den Bereichen Medizin-, Behinderten- und Orthopädietechnik.
Glasfaser
Physikalische Basis in Form einer Faser aus Glas zur Übertragung von digitalen Informationen mittels des Trägermediums Licht.
GSM (Global System for Mobile Communication)
Zunächst europaweit, inzwischen weltweit etablierter Standard eines digitalen Mobilfunksystems (in Deutschland als D-Netz in Nachfolge des analogen C-Netzes bezeichnet), das im Frequenzbereich von 900 MHz (Deutschland: T-Mobile (D1), Vodafone (D2)) bzw. 1.800 MHz (Deutschland: e plus, O2) arbeitet. Auch als „2nd Generation“ (2G) bezeichnet. Neben Telefonie sind FAX-Anwendungen und Datenübertragungen möglich, allerdings nur mit geringer Geschwindigkeit (9.600 Kbit/s).
Intrusion Detection and Prevention System (IDS and IPS)
Hard- oder Software-System zur Erkennung (Detection) oder Vorbeugung (Prevention) von Angriffen auf ein Computersystem oder –Netz, meist für Systeme, die mit dem Internet verbunden sind. In der Verbindung mit einer Firewall ergänzen sich solche Systeme und erhöhen die Sicherheit von Netzwerken.
IT (Informations-Technologie)
Allgemeiner Begriff für den gesamten Bereich der elektronischen Datenverarbeitung. Hierzu zählt die Branche Hardware und Software der Kleincomputer (Server, PC, Notebook, Palmtops etc.), der Großcomputer (Mainframes, Speicherkomponenten, Serverfarmen etc.) und entsprechender Netzwerkkomponenten (Server, Router etc.).
Kategorie 5, 6, 7 etc.
Die Übertragungseigenschaften von Kupferkabeln werden durch deren Abschirmung und Kabelqualität bestimmt. Die Anforderungen an das Kabel und damit die maximal möglichen Übertragungsraten werden nach entsprechenden Normen in so genannte Kategorien unterteilt. Je höher die Kategorie, desto höher die Übertragungsgeschwindigkeit und -kapazität.
Kern
Zentrales, eigentliches Übertragungsmedium einer Glasfaser. Der Kerndurchmesser des Mono-Mode-Lichtwellenleiters beträgt nur 9 µm. Die ganze Glasfaser einschließlich des Mantels (Coating) ist mit einem Durchmesser von 245 µm etwa so dick wie ein menschliches Haar.
Konfektionierung von Glasfaserkabeln
Glasfasern werden durch verschiedene Arbeitsgänge mit Steckern und Kupplungen verbunden, sodass die Lichtsignale nahezu verlustfrei transportiert werden können. Es entstehen somit montagegerechte, auf die exakte Länge mit den richtigen Anschlusssteckern versehene Netzwerkkomponenten, die mit dem zugehörigen Messprotokoll direkt auf die Baustelle oder als zu lagerndes Ersatzteil geliefert werden.
LAN (Local Area Network)
Lokales Netzwerk zur Übertragung zumeist von Daten, aber auch von Sprache und sonstiger elektronischer Information, meist innerhalb von Bürogebäuden oder Industrieanlagen, aber auch als Bordnetz von Fahrzeugen, Flugzeugen oder Schiffen.
LASER (Light Amplification by Stimulated Emission Radiation)
Lichtquelle, welche kohärentes (in gleicher Phase schwingende Lichtwellen), quasi-monochromatisches(nahezu einfarbiges) und gebündeltes Licht aussendet. Laser sind heutzutage die wichtigsten hochleistungsfähigen Lichtquellen für die optische Datenübertragung mittels Glasfaserkabel. Die Dateninformation wird auf das Lichtsignal des Lasers aufmoduliert und dann mit hoher Leistung in das Glasfaserkabel eingespeist. Ein optischer Empfänger am anderen Ende des Glasfaserkabels wandelt die modulierte Dateninformation wieder um in entsprechende Nachrichtensignale.
Leitstand (Prozessleitwarte)
Teil eines Kontrollzentrum, in dem Prozesse und/oder Räume überwacht werden. Am Leitstand laufen alle Signale zur Videoüberwachung, Gefahrenmeldung, Leistungssteuerung und weitere prozessspezifische Signale zusammen. Eine übersichtliche Darstellung der Signale auf Bildschirmen oder Großflächendisplays erlaubt schnelle Reaktionszeiten. Da der Leitstand in der Regel rund um die Uhr besetzt ist, erfordert die Konzeption auch die Berücksichtigung ergonomischer Anforderungen.
Letzte Meile (Last Mile)
Telekommunikationszugang zum Endkunden, d.h. die letzte Strecke im Telefon-, Daten- oder Rundfunknetz, die zwischen dem letzten Netzknoten des Netzbetreibers und der Anschlussdose im Innenbereich des Hauses des Endnutzers liegt. Für das Telefonnetz ist es die zweiadrige Telefonleitung ins Haus, für das Rundfunk- und Fernsehnetz der Koaxial-Kabelanschluss bzw. die Satellitenempfangsanlage und für das Internet die Modulation auf der Telefonleitung nach dem ADSL-Verfahren (DSL-Anschluss).
Lichtwellenleiter (LWL)
Der Lichtwellenleiter ist eine Glas- oder Kunststofffaser, in welchem moduliertes Licht übertragen wird. Er zeichnet sich unter anderem durch seine extrem hohe Übertragungskapazität aus, die bis zu mehreren Terabit/s betragen kann. LWL sind unempfindlich gegenüber elektromagnetischen Störungen, weitestgehend abhörsicher und haben extrem niedrige Dämpfungswerte.
LWL-Komponenten
Bestandteile eines Glasfaserdatennetzes, wobei die Begriffe in Analogie zu Kupfer oder drahtlosen Netzen ebenso gelten. Man unterscheidet aktive und passive Komponenten. Stecker und Verbindungskabel übertragen das Nachrichtensignal lediglich ohne direkte bzw. aktive Beeinflussung, d. h. sie dämpfen das Signal, verstärken oder verteilen es allerdings nicht. Aktive Komponenten wie Router oder Switches verstärken oder verteilen das Nachrichtensignal und benötigen dazu eine eigene Stromversorgung und zusätzliche Steuersignale.
Malware
„Schlechte“ Software mit destruktiver oder krimineller Funktion wie Computer-Viren (ein sich selbst unkontrolliert verbreitendes Computerprogramm, das sich in ein Computersystem passiv, z. Bsp. durch Dateikopien, einschleust, dort Schaden anrichtet und sich über vernetzte Computersysteme weiter vermehrt), Würmer (ein aktiv, z. Bsp. zu einem bestimmten Datum, sich vermehrendes Computerprogramm mit ähnlich schädlicher Funktion wie Viren), Spyware (Software, die persönliche Daten eines Computernutzers „ausspioniert“ und an Dritte weiterleitet für kommerzielle Zwecke), Trojaner (als nützliche Programme getarnte Software, die aber dann getarnt heimlich andere Funktionen auf dem Computer ausführen).
MAN (Metropolitan Area Network)
Kommunikationsnetzwerk, typischerweise innerhalb von Städten und Gemeinden, das zur Übertragung von Daten, Sprache, TV-Programmen und sonstiger elektronischer Information dient.
Mantel
Optisch transparentes Material eines Lichtwellenleiters, das den Glaskern vor mechanischen Beschädigungen schützt.
Medienkonverter
Ein Medienkonverter setzt elektrische Signale auf der Kupferleitung in optische Signale auf dem Lichtwellenleiter um. Er ermöglicht z. Bsp. die Kopplung von Kupferkabel (Twisted-Pair Kabel) und Glasfaser in einem Ethernet-Netzwerk. Durch die direkte Kopplung ist es möglich, vorhandene Twisted-Pair Kabel über die Grenze von 100 m hinaus zu verlängern. Je nach Übertragungsverfahren können Entfernungen bis zu 2 km überbrückt werden (Multimode) oder bis zu 5 km (Monomode). Bei der Verwendung von Monomode-Fasern können sogar Strecken bis zu 20 km (Monomode) realisiert werden.
Mode
Die einzelnen Farben oder Wellenlängen eines weißen Lichtstrahls heißen Lichtmode. Sie lassen sich durch Lichtwellenleiter über große Entfernungen senden. Bei besonders kleinen Lichtwellenleiter-Durchmessern kann sich nur ein Lichtstrahl ausbreiten. Solche Fasern heißen Mono-Mode oder Single-Mode-Lichtwellenleiter im Gegensatz zu Multi-Mode-Lichtwellenleiter.
Multi-Mode-Glasfasern
Lichtwellenleiter, dessen Kerndurchmesser groß ist gegenüber der Wellenlänge des Lichts. Bei der Multi-Mode-Faser breiten sich verschiedene Farben oder Wellenlängen, auch Moden genannt, aus, die unterschiedlich lange Wege durch die Faser zurücklegen. Multi-Mode-Fasern haben eine geringere Übertragungsreichweite und werden daher bevorzugt für Local Area Networks (LANs) in Gebäudevernetzungen eingesetzt.
Multiplexer
Multiplexer konzentrieren (bündeln) mehrere Datenströme oder Kanäle auf einer Verbindungsleitung. Die Verteilung der Datenströme erfolgt statisch (passiv), d.h. nach fest eingestellter Verbindung, im Gegensatz zu Switches oder Routern, deren Verteilung dynamisch (aktiv) erfolgt. Multiplex-Techniken werden elektrisch und optisch angeboten (s. auch optische Multiplexer und WDM).
Netzbetreiber (Carrier)
Betreiber von Kommunikationsnetzen, die eine Netzwerkinfrastruktur zur Übertragung verschiedener Nachrichteninformationen wie Telefonie, FAX, E-Mails, Internetdaten, TV-Programme etc. installieren, bereitstellen und warten. Diensteanbieter (Service Provider) mieten diese Netzkapazitäten und stellen darüber ihre Inhalte den Endkunden zur Verfügung. Vor der weltweiten Deregulierung in der Telekommunikation lagen der Netzbetrieb und verbundene Dienstleistungen in einer Hand und waren hoheitliche Aufgaben der nationalen Telekommunikationsgesellschaften. Heute gehören hierzu auch private Mobilfunk-, Stadtnetz- und Kabelnetzbetreiber oder -anbieter sowie Rundfunk- und Fernsehgesellschaften.
Optische Freiraumübertragung
Übertragungstechnik eines Kommunikationssystems, bei dem die optischen Signale über eine Distanz bis zu einigen Kilometern mittels Infrarot- oder Laser-Sender und Empfänger im Freiraum (Luft) übertragen werden. Eine ungestörte Sichtverbindung (Line-of-Sight) ist Voraussetzung.
Optische Multiplexer
Passive optische Komponente eines Lichtwellenleiternetzes, das zeitgleich die verschiedenen Wellenlängen eines Lichtstrahls nach vorgegebener fester Einstellung verteilt (s. auch WDM).
Optische Schalter
Aktive optische Komponenten zur Steuerung von Licht als Nachrichtenübermittler, die z.B. an Verzweigungen der optischen Datenübertragung eingesetzt werden. Im Gegensatz zum Multiplexer, bei dem die Steuerung statisch vorgegeben ist, kann sie beim Schalter dynamisch verändert werden.
Patchkabel
Steckbares, flexibles Verbindungskabel zwischen Netzwerkverteilern oder Übertragungssystemen sowie zwischen Anschlussdosen und Endsystemen. Patchkabel können in Lichtwellenleiter- und in Kupfertechnik ausgeführt sein. Es dient der flexiblen Überbrückung zwischen zwei Kabelenden und „flickt“ (patches) damit diese Verbindungslücken. Das erste Patchkabel wurde im Telefonamt bei der manuellen Herstellung von Telefonverbindungen genutzt („Fräulein vom Amt“).
Phishing
kriminell motiviertes Herausfischen von Identifikationscodes wie PINs und TANs z. Bsp. bei Internet-Banking. Der ahnungslose Nutzer eines nicht-geschützten Computersystems gibt seine Identifikationscode ein, der abgefangen und dann mißbraucht wird.
Pigtail
Einseitig vorkonfektioniertes, anschlussfertiges Verbindungskabel, das am anderen Ende per Spleiß an eine einzelne Glasfaser eines Mehrfachkabels angebracht wird, um die Lichtwellenleiter-Steckermontage vor Ort zu vermeiden.
POF
Polymere Optische Faser. Lichtwellenleiter aus Kunststoff, der einfacher in der Verarbeitung und preiswerter als Glasfaser ist, allerdings weniger rein und damit geringere Entfernungen in der Lichtwellenübertragung überbrücken kann. POF wird vorwiegend in der Industrie und im Automobilbereich eingesetzt.
Power-over-Ethernet (PoE)
Stromversorgung von Endgeräten, die an einem kupfer- oder glasfaserbasierten Datennetz (Ethernet) angeschlossen sind und statt einem zusätzlichen Netzgerät aus dieser Datenverbindung mitgespeist werden. Insbesondere bei Datennetzen auf Lichtwellenleiterbasis lässt sich über ein Hybridkabel (Glasfaser und Kupferdraht in einem Kabel) eine solche Daten- und Stromversorgungsverbindung herstellen. Aber auch VoIP-Telefon-Endgeräte lassen sich hierüber mit Strom versorgen.
Provider
Anbieter von Telekommunikationsdiensten wie Telefonie (fest und mobil), FAX, Internet, TV-Programmen, Video-on-Demand, etc. Solche Diensteanbieter (Service Provider) haben in der Regel kein eigenes Telekommunikationsnetz, sondern mieten Netzkapazitäten zur Übertragung ihrer Dienste von Netzbetreibern (Carrier) an.
ProfiLINK-Familie
Vollgeschirmtes Verkabelungssystem auf Kupferbasis für verschiedene Leistungsanforderungen von 1 Gbit/s bis zu 10 Gbit/s (Profi LINK Design, Profi LINK Modul und Profi LINK multimedia) mit bis zu 15 Jahren Systemgarantie. Auswahl der hochwertigen Komponenten des Systems, Systemtests und Zertifizierung der Installateure für das System erfolgt durch die euromicron-Tochter SKM Spezialkabel München GmbH.
ProfiLIGHT-Familie
Verkabelungssystem auf Glasfaserbasis für maximale Leistungsanforderungen, analog zur Profi LINK-Familie auf Kupferbasis.
Quarzglas
Siliziumdioxid in nicht kristalliner Form. Es ist das Basismaterial für den Kern der Glasfaser.
RoHS
(Restriction of the use of certain hazardous substances in electrical and electronic equipment)
EU-Richtlinie zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten. Davon ist insbesondere die Herstellung bleihaltiger Leiterplatten und sonstige Lötverbindungen betroffen, aber auch allgemein die umweltverträgliche Entwicklung, Herstellung, Vermarktung und Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten.
Router ("Umleiter")
Aktive Komponente eines Datennetzwerkes, das die in einzelne Datenpakete aufgeteilte Nachrichteninformation, die nicht notwendigerweise aufeinander folgen, über die Wegefindung und Weiterleitung bzw. Zustellung innerhalb des Netzwerkes dynamisch, d.h. durch Steuersignale, verteilt. Eine analoge Funktion haben Switches in einem Sprachnetzwerk.
SAN (Storage Area Network)
Kommunikationsnetzwerk, typischerweise innerhalb von Rechenzentren und Computer-Zentren, das Speichermedien, Großrechenanlagen und Serverfarmen untereinander verbindet. Häufig auch als „Fibre Channel“ bezeichnet, da es sich um hochkapazitive, schnelle „Datenkanäle“ auf Basis von Glasfaserverbindungen handelt.
Sicherheitsnetzwerke (Security Networks)
Allgemeiner Begriff für das Netzwerksystem, das physikalisch und logisch zur Absicherung und Überwachung eines Raumes, Gebäudes, Geländes, aber auch eines Kommunikationsnetzwerkes und seiner kritischen Komponenten dient. Unter physikalischen Absicherung und Überwachung versteht man die Absicherung gegen Brand, Einbruch, unberechtigten Zugang, Diebstahl, Vandalismus und Manipulation sowie die Überwachung über Feuermelder, Videokameras, Zugangscodes etc. Unter logischer Absicherung und Überwachung versteht man die Absicherung gegen Hacker, Viren, unberechtigte Einwählversuche, SPAMs, etc. sowie die Überwachung der Daten- und Kontrollsignale in einem Kommunikationsnetzwerk über Monitoring, Logfiles etc.
Single-Mode-Fasern
Lichtwellenleiter, deren Kerndurchmesser so klein ist, dass nur eine Farbe oder Wellenlänge, auch Mode genannt, ausbreitungsfähig ist. Die Herstellung ist aufwendiger und damit ist die Single-Mode-Faser teurer als die Multi-Mode-Faser. Single-Mode-Fasern haben eine höhere Übertragungsreichweite als Multi-Mode-Fasern und werden daher in Wide Area Networks (WAN) zur Übertragung großer Datenmengen eingesetzt.
SFF (Small Form Faktor)
Bezeichnet die Bauart von optischen Komponenten, speziell Lichtwellenleitersteckern. Allgemeine Bezeichnung für geringe Baugröße.
Smart Phones
Mobile Endgeräte mit mehrfachen Funktionen wie Telefon, E-Mail, Internetbrowser, alphanumerischer Tastatur etc. Inzwischen ist ein solches Gerät unter dem Markennamen Black Berry oder iPhone bekannt, wobei alle namhaften Handyhersteller inzwischen solche Smart Phones anbieten.
Spleiß
Mittels Lichtbogen und Präzisionstechnik werden die hauchfeinen Lichtwellenleiter verschweißt, um eine dauerhafte und verlustfreie Verbindung zu schaffen. Diese verschweißte Übergangsstelle wird allgemein als Spleiß bezeichnet.
Spleißverbindung
Dauerhafte Verbindung zwischen zwei Glasfasern, die durch Verschmelzen, Verkleben oder mechanische Fixierung hergestellt werden kann.
Steckverbinder
Mechanisch lösbares Verbindungselement zweier Lichtwellenleiter bzw. eines Lichtwellenleiters mit Sende- oder Empfangselement.
Switches ("Schalter")
Aktive Komponente eines Sprachnetzwerkes, das die dauerhafte Wählverbindung zur Sprachübertragung über die Wegefindung und Weiterleitung innerhalb des Netzwerkes dynamisch, d.h. entsprechend dem Wählsignal, herstellt. Große Vermittlungsstellen wie auch kleine Telefonanlagen haben eine solche Schaltfunktion und werden daher allgemein als Switches bezeichnet. Eine analoge Funktion haben Router in einem Datennetzwerk.
TK (Telekommunikations-Technologie)
Allgemeiner Begriff für den gesamten Bereich der Nachrichtenübertragung. Hierzu zählt die Branche historisch zunächst nur die Sprach- und Dokumentenübertragung (Telefonie, Telegrafie, FAX). Die zunehmende Digitalisierung führte zur Übertragung von Daten in Form von Softwaredateien, E-Mails, Musik, Video etc.
Triple Play
Hochgeschwindigkeitsdatenübertragung über Internet, teilweise auf Lichtwellenleitern basierend, für die gleichzeitige Nutzung der drei Anwendungen Telefonie (ISDN), Surfen und Telefonieren über Internet sowie Video- bzw. TV-Übertragung.
UMTS (Universal Mobile Telecommunication System)
Weiterentwicklung des GSM-Standards, auch „3rd Generation“ (3G) genannt, wobei der Schwerpunkt auf die mobile Datenkommunikation gelegt wurde (Internetnutzung und Bildübertragung). Übertragungsraten bis zu 2 Mbit/s sind mit diesem System möglich.
URM®
Abkürzung für innovatives Lichtwellenleiterstecksystem der euromicron: yoU aRe Modular. Duplex-Glasfaser-Stecker in Modularbauweise mit bis zu acht Fasern in kleinster Bauart (SFF), das in Form eines „Mini-Patchfeldes“ eine modulare und flexible Umkonfiguration der Glasfaserverbindungen im Backbone-Netz ermöglicht, ohne das Backbone-Netz selbst neu verlegen zu müssen.
VDSL (Very High Speed Digital Subscriber Line)
Eine DSL-Technik (s. auch DSL), die wesentlich höhere Datenübertragungsraten über die gebräuchliche Telefonleitung erlaubt als ADSL (s. auch ADSL). Es werden Übertragungsraten bis zu 200 MBit/s erreicht, mit denen sogenannte Triple-Play-Anwendungen möglich sind, also die gleichzeitige Nutzung von Telefonie, Internet und TV-Übertragungen über die Telefonleitung.
VoIP (Voice-over-IP)
Integrierte Übertragung von Sprache und Daten in digitaler Form über das Internet Protocol (IP). Die VoIP-Technik verpackt die Sprache in kleine digitale Datenpakete, die ebenso wie die normalen Daten mittels Internet Protokoll durch die Datennetze, auch über verschiedene Leitungen und Wege, übermittelt und hinterher wieder zur „Sprache“ zusammengesetzt werden. Im Gegensatz zur klassischen Telefonie, die für jedes Gespräch eine eigene Leitung zur Sprachverbindung benötigt, kann bei der Übertragung der Sprache durch Datenpakte über IP das Datennetz (Internet) wesentlich effizienter genutzt werden. Ein zweites Netz für die reine Telefonie ist daher entbehrlich.
Video-over-IP
Integrierte Übertragung von Videosignalen sowie Sprach- und Dateninformation in digitaler Form über das Internet Protocol (IP). Die Video-over-IP-Technik verpackt die analogen Videosignale der Kamera in kleine digitale Datenpakete, die ebenso wie die normalen Daten mittels Internet-Protokoll durch die Datennetze übermittelt werden. Somit können neben Telefonie und Daten zusätzlich Bildsignale über ein und das gleiche Verkabelungssystem übertragen werden.
VPN (Virtual Private Network)
In dem weltweiten und allgemein zugänglichen Internet kann ein logisch abgetrenntes Teilnetzwerkmittels spezieller aktiver Komponenten so eingerichtet werden, dass es wie ein virtuelles privates Netzwerk (VPN) innerhalb des gesamten Internets fungiert. Dieses virtuelle private Netzwerk kann dann so abgesichert werden, dass Fremdeingriffe durch Unbefugte außerhalb des VPNs nicht möglich sind. Die so geschaffene „Sicherheitszone“ innerhalb des allgemein zugänglichen Internets bezeichnet man als „VPN-Tunnell“.
WAN (Wide Area Network)
Weitverkehrsnetz, das mehrere kleine Netze (LAN, MAN) z.B. aus verschiedenen Ländern, Städten oder Standorten mittels Kabel, Glasfaser oder Satellit über größere Entfernungen miteinander verbindet.
WDM (Wavelength Division Multiplex: Wellenlängenmultiplex)
Bündelungsverfahren (Multiplexverfahren) auf elektrischen, optischen oder funkbasierten Verbindungen, um die verfügbare Bandbreite der Übertragungswege besser auszulasten und die Übertragungskosten je Einzelsignal zu minimieren. Man unterscheidet folgende Verfahren:
- SDM (Space Division Multiplex: Raummultiplex): räumliche Trennung einzelner Signale, z. Bsp. auf getrennten Leitungen
- FDM (Frequency Division Multiplex: Frequenzmultiplex): einzelne Signale werden auf unterschiedliche Frequenzen aufmoduliert
- TDM (Time Division Multiplex: Zeitmultiplex): einzelne in der Regel digitale Signale werden zeitlich nacheinander übertragen
- CDM (Code Divsion Multiplex: Codemultiplex): den einzelnen digitalen Signalen werden Codewörter zugeordnet
- DWDM (Dense Wavelength Division Multiplex: dichtes Wellenlängenmultiplex): optisches Frequenzmultiplex-Verfahren mit sehr dichtem Kanal-(Signal)abstand
- CWDM (Coarse Wavelength Division Multiplex: grobes Wellenlängenmultiplex): optisches Frequenzmultiplex-Verfahren mit weitem (groben) Kanal-(Signal)abstand; preisgünstigere Alternative zu DWDM.
WLAN (Wireless LAN)
Drahtlose, funkbasierende Übertragungsmethode, die in der Regel im lizenzfreien Mikrowellenband betrieben wird. Wireless LANs bestehen aus Funkzellen, in denen sich die Teilnehmer anmelden können, um so auf dahinter liegende Netzwerke zuzugreifen. Mehrere Standards sind derzeit neu im Markt, z.B.802.11b (max. 11 Mbit/s), 802.11a (54 Mbit/s) oder Bluetooth. Alle Teilnehmer einer Funkzelle teilen sich die Bandbreite.
